Pressestimme 08

Berlin, 20.02.2018. Am kommenden Donnerstag will das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig darüber entscheiden, ob dutzende Städte Fahrverbote wegen zu schlechter Luft verhängen müssen.

Nach einer aktuellen Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP gibt es jedoch schon heute wirksame Alternativen zu Fahrverboten, die Städte in Deutschland widerstandsfähig gegen Luftverschmutzung zu machen und damit ihre Bewohner zu schützen.

Für bessere Luft könnten dies laut Studie insbesondere aktive Fassaden und Straßenbeläge sowie Moose und Gräser leisten. Eingesetzt werden diese Techniken aber noch zu selten. Das liegt auch an einer zu starren Gesetzgebung und einem zu geringen Wissen in deutschen Bauämtern um die Techniken. Die Folge ist, dass Bebauungspläne die vorhandenen Technologien kaum berücksichtigen.

Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des BuVEG: „Um die Potentiale der zur Verfügung stehenden Technologien nutzen zu können, brauchen wir drei Dinge: Bessere Stadtplanung, flexiblere Gesetze und bessere Förderung. Nur mit einem geplanten und flächendeckenden Einsatz der Technologien können Städte widerstandsfähig werden und lebenswert bleiben.“

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