Pressestimmen 06

Berlin, 23.11.2017. Deutsche Metropolen kämpfen mit hoher Luftverschmutzung und immer längeren Hitzeperioden. Erst jüngst hat die EU Kommission eine Klage gegen Deutschland angekündigt, weil in 28 Luftqualitätsgebieten die Stickstoffkonzentration dauerhaft überschritten wird.

Nach einer aktuellen Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP gibt es allerdings schon heute wirksame Techniken, die Städte in Deutschland widerstandsfähig gegen Luftverschmutzung und Hitze zu machen und damit ihre Bewohner zu schützen.

Für bessere Luft könnten dies laut Studie insbesondere aktive Fassaden und Straßenbeläge sowie Moose und Gräser leisten. Für die notwenige Kühlung der Städte sorgen reflektierende Farben und Verdunstungseffekte. Eingesetzt werden diese Techniken aber noch zu selten. Das liegt auch an einer zu starren Gesetzgebung und einem zu geringen Wissen in deutschen Bauämtern um die Techniken. Die Folge ist, dass Bebauungspläne die vorhandenen Technologien kaum berücksichtigen.

Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des BuVEG: „Um die Potentiale der zur Verfügung stehenden Technologien nutzen zu können, brauchen wir drei Dinge: Bessere Stadtplanung, flexiblere Gesetze und bessere Förderung. Nur mit einem geplanten und flächendeckenden Einsatz der Technologien können Städte widerstandsfähig werden und lebenswert bleiben.“

Entstanden ist Fraunhofer Studie „Potentiale von Gebäudehüllen zur Reduzierung der Hitzeentwicklung und der Verbesserung der Luftqualität im urbanen Kontext“ im Auftrag des BuVEG – Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle.

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