Steuerliche Förderung: Den Worten auch Taten folgen lassen

Berlin, 1. Juni 2018. Gemeinsam mit den Bündnispartnern der Gebäude-Allianz kritisiert der BuVEG Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle, dass die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudemodernisierung im Haushaltsplan für das Jahr 2019 bislang nicht erwähnt wird. Wir fordern die Bundesregierung auf, die notwendigen Nachbesserungen des Bundeshaushalts vorzunehmen.

Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des BuVEG: Die Bundesregierung muss einen Impuls setzen, um mehr Immobilieneigentümer zu einer energetischen Modernisierung zu bewegen. Der Koalitionsvertrag hat gezeigt, dass die große Koalition diese Notwendigkeit erkannt hat. Nun müssen den Worten auch Taten folgen. Ohne einen starken Impuls für die Gebäudemodernisierung in dieser Legislaturperiode sind die Klimaschutzziele 2030 praktisch unerreichbar.

Immobilieneigentümer warten seit Jahren auf eine Förderung. Auch deshalb wird in Deutschland zu wenig saniert.

Energetische Sanierung kann bis zu 280.000 neuer Arbeitsplätze schaffen

Um die Klimaschutzziele noch zu erreichen, bedarf es einer Erhöhung der Sanierungsquote auf ca. 1,6 Prozent jährlich, was einer Verdoppelung der aktuellen Quote entspricht. Dadurch würden ca. 215.000 Arbeitsplätze im Bereich der energetischen Sanierung und weitere 67.000 Arbeitsplätze im Neubau von energiesparsamen Gebäuden entstehen. Damit können insgesamt zur Erreichung der Klimaziele bis 2050 über 280.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Profitieren würden dabei insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen.

Das hat das Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. München (FIW) im Auftrag des BuVEG Bundesverbandes energieeffiziente Gebäudehülle in einer Studie aus April 2018 errechnet.

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