Berlin, den 25. Februar 2026
Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle e. V. (BuVEG), äußert sich zum Eckpunktepapier des Gebäudemodernisierungsgesetzes wie folgt:
„Die Bundesregierung plant offenbar, die Verantwortlichkeiten für die Gebäudeenergie auf den Energiesektor zu verlagern. Das vorgestellte Eckpunktepapier folgt vornehmlich der Logik eines Energiegesetzes, nicht der eines Gebäudegesetzes. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Verbraucher, insbesondere hinsichtlich der Bezahlbarkeit, sind derzeit nicht absehbar.
Aus Sicht der Bauprodukteindustrie rund um das Thema Gebäudehülle sollten zwei wichtige Punkte nachgeschärft und präzisiert werden:
1) Die auskömmliche Finanzierung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sollte schnellstmöglich mit präzisen Zahlen unterlegt werden, um Planungssicherheit zu gewährleisten.
2) Die europäische Gebäuderichtlinie (EPBD) sollte ambitioniert und umgehend umgesetzt werden. Verschiebungen führen lediglich zu weiteren Verteuerungen der Maßnahmen, setzen Verbraucher weiter hohen Energiekosten aus und schwächen die heimische Industrie. Denn: Energetische Sanierungen kommen hingegen nahezu vollständig der nationalen Wertschöpfung zugute.“
